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Sprüche zum Nachdenken
Die größte Schuld im Sein ist die Schuld des eigenen
Selbst.
Ich frage nicht, was die Zukunft bringen mag. Denn ich sehe doch, dass
die Wirklichkeit und das Hoffen einer Seifenblase gleichen, welche
behutsam und sanft unsere Fragen umschließt.
Jetzt abzuwarten macht es mir nicht leichter. Es ist schwerer
aufzuhören, wenn man das Ziel schon fast vor Augen hat. Warten
gleicht einem Stillstand vor der Umkehr.
Unsere Wege werden nie dieselben sein. Doch sie führen uns zu
einem Ziel. Es ist nicht wesentlich, welche Richtung wir einschlagen,
nur losgehen, losgehen müssen wir.
Die Zeit geht anders, wenn uns etwas fehlt. Die Zeit bekommt Gewicht
und ist angefüllt mit der Leere in uns. Zeit
zerfließt, wenn das Vertraute zurückkommt.
Wir gehen unbeteiligt vorüber an Dingen, die wir einst voller
Sehnsucht erhofft. Sie sind fast unbemerkt alltäglich
geworden. Einst sahen wir sie nur von fern und scheuten uns fast, sie
zu berühren. Heute graben unsere Hände verlegen nach
Antwort. Es ist kalt geworden in uns.
Wir wissen nicht viel, von dem was die Zukunft uns bringt und
nähern uns der Erfahrung mit zaghaftem Schritt. Jeden
Augenblick lassen wir dabei in der Zeit zurück.
Unsere Chancen, sie liegen im Morgen und in unseren eigenen
Kräften verborgen. Der Weg dahin kann weit sein und wir
sollten ihn bedächtigen Schrittes gehen, um unsere Chancen
dabei nicht zu übersehen.
Was wird bleiben, wenn man geht? Viel zu schnell schließt
Erinnerung oft eine Tür, eine Tür, die man selbst nur
angelehnt. Und auf dem leeren Fleck im Herz, dort wird bald ein neuer
Name stehen. Leere kann besitzergreifend sein.
Wir tragen einen Mantel, gegen Kälte und gegen Angst. Das er
uns Wärme gibt. Wir tragen eine Maske, gegen Nähe und
gegen Lust. Das niemand uns liebt. Wir sind gut angezogen und perfekt
gestylt. Bis jemand uns verraten an die Einsamkeit.
Hinter den Augen der Nacht, wo die letzte Sonne versank, dort
blühen die Blumen der Angst. Dort liegt auch ein zarter
Teppich des Hoffens, doch die Dornen der Zweifel überwuchern
den Garten und nähren unstillbares Verlangen.
Was ich bin durch Dich, ist was ich sein kann, um zu leben. Was ich bin
steht und fällt mit Dir.
Tage im Nebel liegen schwer wie Blei auf der Zeit ohne Dich. Tropfen
wie Tau spiegeln Lichter des Hoffens in meine Augen. Jemand tritt in
eine Pfütze und wischt den Traum mir fort.
Der Baum vorm Haus trägt schwer, wirft ab des
Frühlings Hauch, gibt auf des Sommers Versprechen, beugt sich
schon bald kahl und schutzlos dem Wind. Stumm vertrauend auf einen
Neubeginn im nächsten Jahr.
Ich fühle es in mir wachsen. Dornen stoßen an meine
Haut und alte Wunden bluten. Doch der Weg wird einmal frei sein. Wenn
Rosen ungehindert blühen und wir berauscht von ihrem Duft uns
an sie verlieren.
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